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Aus: Ausgabe vom 28.07.2007, Seite 15 / Politisches Buch

Anno ... 31. Woche

31. Juli–3. August 1922: Mussolinis faschistischer Terror, der sich gegen die italienische Arbeiterbewegung richtete, sollte im Juli 1921 mit einem »Befriedigungspakt« zwischen Sozialistischer Partei und den faschistischen »Kampfbünden« Einhalt geboten werden. Dieser von oben verordnete Frieden, dem sich auch der Allgemeine Gewerkschaftsverband anschloß, war nichts anderes als ein Ablenkungsmanöver vom antifaschistischen Kampf. Mussolinis Terror ging unvermindert weiter. Unter dem Druck der KP und weiter Teile der Bevölkerung bildete sich im Februar 1922 eine »Union der Arbeit«, deren Aktivitäten am 31. Juli zum Generalstreik führt. Die Sozialistische Partei erklärt aber am 3. August das Ende des Ausstands. Mussolinis Weg zur Machtergreifung wird so geöffnet.

1. August 1927: Tschiang Kai-schek brachte die Guomindang unter seine Führung und spaltete zwischen April und Juli 1927 die revolutionäre Bewegung. Er ließ die Kampftruppen von revolutionären Soldaten blutig säubern und in Schanghai Massenerschießungen ungekannten Ausmaßes durchführen. Am 1.8. rebellieren in Nanchang den Kommunisten nahestehende Guomindangtruppen unter der Führung von Zhu De, Zhou Enlai und Liu Bocheng. Dies gilt als der Gründungstag der Volksbefreiungsarmee.

August 1927: Die Reichswehr, speziell der Kapitän zur See Walter Lohmann, hatte geheim Geld an die Phoebus-Film-AG gezahlt, um damit militaristische Filmproduktionen zu fördern. Im Zusammenhang mit dem Bankrott der Filmfirma werden Millionenschiebungen des Reichswehrministeriums bekannt, mit denen illegale Rüstungen im In- und Ausland finanziert wurden. Der Skandal erzwingt den Rücktritt von Reichswehrminister Otto Geßler am 19.1.1928.


31. Juli 1942: Die erste Schlacht im nordafrikanischen El Alamein endet. Den ganzen Juli über kämpfte das deutsch-italienische Afrikakorps unter Befehl von Generalfeldmarschall Erwin Rommel gegen die 8. Britische Armee unter Claude Auchinleck. Keine der beiden Seiten kann schließlich einen Sieg erringen, doch der Vormarsch der Faschisten wird erstmals aufgehalten. Im Oktober wird die Armee unter Befehl von General Bernard Montgomery das Afrikakorps besiegen.

30. Juli 1977: Attentat des RAF-Kommandos »Roter Morgen« auf Jürgen Ponto, Vorstandsvorsitzender der Dresdner Bank und finanzpolitischer Berater der Regierung Helmut Schmidt. Susanne Albrecht, Brigitte Mohnhaupt, Christian Klar und Peter-Jürgen Boock wollten ihn entführen. Der Fünfte Strafsenat des Oberlandesgerichtes Stuttgart stellte 1985 fest: »Angesichts des entschlossenen Widerstandes von Ponto erkannten die Täter, daß die beabsichtigte Entführung unmöglich geworden und die ›Aktion‹ gescheitert war.« Beim Gerangel fielen Schüsse, die Ponto tödlich trafen.

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