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Tschetschenien: Kritik an Moskau

Moskau. Tschetscheniens prorussischer Staatschef Ramsan Kadyrow hat der Regierung in Moskau Bereicherung an den Einnahmen aus tschetschenischem Öl vorgeworfen. So habe die staatliche russische Ölgesellschaft Rosneft ihre tschetschenische Niederlassung nicht etwa in Grosny angemeldet, sondern in Moskau –die Tschetschenen verlören deshalb Steuereinnahmen, zitierte die russische Zeitung Iswestija am Freitag den Präsidenten. Während die Tsche­tschenen weniger als 500 Millionen Rubel (rund 14 Millionen Euro) im Jahr an Steuern für die dort geförderten zwei Millionen Tonnen Öl erhielten, flössen drei Milliarden Rubel in die Moskauer Stadtkassen und sechs Milliarden in die russische Staatskasse. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.07.2007, Seite 6, Ausland

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