Der Schwarze Kanal: »Sender Jerewan««
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Aus: Ausgabe vom 11.07.2007, Seite 3 / Schwerpunkt

Hintergrund: Bahngewerkschaften

  • Drei Gewerkschaften vertreten zur Zeit die Belange der 134000 tariflich beschäftigten Bahnmitarbeiter
  • Transnet: Die Gewerkschaft Transnet wurde 1896 als Verband der Eisenbahner gegründet und ist heute mit Abstand die größte Bahngewerkschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte 1948 die Wiedergründung als Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands (GdED), die auch zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zählt.

Im Jahr 2000 erfolgte die Umbenennung in Transnet, was für die Begriffe Transport, Service und Netze steht. Transnet fühlt sich nicht nur für Beschäftigte der Deutschen Bahn verantwortlich, sondern für Mitarbeiter im gesamten Verkehrsektor. Die Gewerkschaft zählt bundesweit rund 250000 Mitglieder, davon 100000 bei der Deutschen Bahn. Geführt wird die Gewerkschaft von Norbert Hansen, der als enger Vertrauter von Bahnchef Hartmut Mehorn und als glühender Anhänger des Börsengangs der Bahn.

  • GDBA: Die GDBA wurde vor über 50 Jahren als Gewerkschaft Deutscher Bundesbahnbeamten und Anwärter gegründet. Sie zählt rund 50000 Mitglieder und ist für Beschäftigte auch außerhalb der Deutschen Bahn offen, z.B. Busfahrer. Die GDBA bildet zusammen mit Transnet eine Tarifgemeinschaft Sie ist außerdem Mitglied in der Tarifunion des Deutschen Beamtenbundes (dbb). Chef der GDBA ist Klaus-Dieter Hommel.
  • GDL: Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) wurde 1867 als Verein Deutscher Lokomotivführer (VDL) gegründet wurde, bevor 1919 die Umbenennung in GDL erfolgte. Die GDL sieht sich als Interessenvertretung für das Fahrpersonal der Deutschen Bahn und anderer Schienenunternehmen, d.h. in erster Linie der Lokführer und Zugbegleiter. Sie zählt zur Zeit rund 30000 Mitglieder, GDL-Bundesvorsitzender ist Manfred Schell, der 1994 als einziger CDU-Bundestagsabgeordneter gegen die Privatisierung der Deutschen Bundesbahn stimmte. Die GDL hat die Bahn-Tarifgemeinschaft verlassen und verlangt einen Spartentarifvertrag für das Fahrpersonal.(AP/jW)

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