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12.06.2007
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Zwangsarbeiterstiftung: Streit um Zukunft vertagt
Berlin. Sechs Jahre nach Beginn der Entschädigung für NS-Zwangsarbeiter hat das Kuratorium der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung, Zukunft« am Montag das Ende der Auszahlungen formell festgestellt. Gleichzeitig wurde auf der Kuratoriumssitzung in Berlin der Streit über die Zukunft der Stiftung auf den Herbst vertagt. Widerspruch hatte der Plan hervorgerufen, das aus 27 internationalen Mitgliedern zusammengesetzte Kuratorium zu verkleinern und seine Kompetenzen im Wesentlichen an einen Stiftungsrat aus ausschließlich deutschen Vertretern mit Dominanz der Wirtschaft zu übertragen. Insgesamt 4,37 Milliarden Euro wurden an 1,66 Millionen frühere Zwangsarbeiter und ihre Angehörigen gezahlt. Linke Gruppen haben anläßlich einer Feierstunde zum Abschluß der Zahlungen für den heutigen Dienstag Proteste unter dem Motto »Sklavenarbeit verjährt nicht« am Amtssitz des Bundespräsidenten angekündigt.(AP/jW)
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