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Steigt VW bei Proton ein?

Kuala Lumpur/Wolfsburg. Die Aussichten für eine Zusammenarbeit von Volkswagen mit dem angeschlagenen malaysischen Autobauer Proton sind weiter unklar. Die Wolfsburger würden in Kürze mit einer Mehrheitsbeteiligung einsteigen, berichtete die malaysische Wirtschaftszeitung The Edge Financial Daily am Donnerstag unter Berufung auf nicht benannte Kreise. Beim deutschen Konzern wurde dies jedoch dementiert. Es stehe aber relativ zeitnah ein weiteres Treffen mit Proton-Vertretern an, bei dem Möglichkeiten einer Zusammenarbeit erörtert würden, sagte ein Sprecher. In welcher Form diese Zusammenarbeit geschehen könne, sei aber völlig offen, fügte er hinzu. Nach Informationen der malaysischen Zeitung ist der Aufbau eines Gemeinschaftsunternehmens geplant, an dem VW mit 51 Prozent die Mehrheit halten solle. Die Proton-Holding werde die restlichen 49 Prozent übernehmen. Mit Hilfe der Expertise und bestehender Auto-Plattformen von VW solle das Gemeinschaftsunternehmen neue Modelle unter dem malaysischen Markennamen bauen.

Die malaysische Regierung als Hauptaktionärin von Proton will die Verantwortung für das Geschäft des verlustreichen Autobauers einem ausländischen Hersteller übertragen. Im Rennen um die Proton-Führung sind nach eigenen Angaben auch der US-Autokonzern General Motors (GM) sowie drei malaysische Unternehmen.


(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.06.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

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