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Rattenkataster

Beim Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt (IHU) sind in diesem Jahr schon mehr als 1500 Meldungen über Rattenbefall eingegangen. Die Infektionsepidemiologin Anita Plenge-Bönig erklärte, das seien »etwa ein Viertel mehr als in anderen Jahren«. Ursächlich ist der milde Winter. Hamburg gehört zu den wenigen Großstädten mit einer strengen Meldepflicht. Zur Zeit führt die Hansestadt das europaweit erste Rattenkataster ein. Dafür erstellt das IHU eine spezielle Datenbank, in der ämtliche Rattenfunde mit entsprechenden Karten verknüpft werden. Ein spezieller Server hält dazu Stadtpläne vor, die mit Geodaten wie Bebauung, Bodenbeschaffenheit, Wasservorkommen und Bewuchs gekoppelt sind. So können dann über längere Zeiträume hin Veränderungen in den Rattenpopulationen erkannt, Zusammenhänge etwa zwischen Bebauung, natürlicher Umgebung und Rattenvorkommen ermittelt und langfristige Strategien zur Bekämpfung erstellt werden.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 31.05.2007, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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