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Steuerzahler sollen ­Galileo retten

Brüssel. Die EU-Kommission will die Milliardenkosten für die Rettung des Satellitennavigationssystems Galileo komplett den Steuerzahlern aufbürden. Dies sei die »vorteilhafteste Lösung«, heißt es in einem Strategiepapier, das EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot am Mittwoch in Brüssel vorstellte. Danach soll die öffentliche Hand alle 30 geplanten Galileo-Satelliten finanzieren, was den EU-Haushalt bis zum Jahr 2013 mit 2,4 Milliarden Euro zusätzlich belasten würde. Verhandlungen mit dem Betreiberkonsortium, dem auch der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS und die Deutsche Telekom angehören, hatten vergangene Woche im Eklat geendet. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.05.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

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