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Aus: Ausgabe vom 18.05.2007, Seite 16 / Sport

Finale Berlin

Von Klaus Weise
Berlin. Eine Boulevardzeitung hatte zuvor den »Kampf um Köpenick« beschworen. Davon konnte beim Pokalfinale des Berliner Fußballverbandes in der Alten Försterei nicht die Rede sein. 1. FC Union kontra Köpenicker SC, also Regionalliga gegen die zwei Klassen darunter rangierende Verbandsliga. Von wegen der Pokal und seine eigenen Gesetze. Union gewann vor 5624 Zuschauern im Stile des tapferen Schneiderleins – »Sieben auf einen Streich!« – sage und schreibe mit 7:0 (4:0). Die Nachbarn aus dem Stadtteil Wendenschloß waren schlicht kaum spürbar, ohne Mut und Leidenschaft. Nach Chancen hätte es 12:2 gestanden. Am eifrigsten war der Älteste auf dem Platz. Daniela Texeira, 39, genannt »Texas«, schoß aus allen Lagen. Mit vier Toren hatte er den größten Anteil am bislang höchsten BFV-Pokal-Finalsieg seit 1946. Macht für Union 55000 Euro DFB-Prämie und die Teilnahme an der 1. Runde des kommenden DFB-Pokals. Dann wird Trainer Christian Schreier nicht mehr dabei sein. Der 48-jährige, der mit dem FC Schönberg und dem MSV Neuruppin auch schon die Landespokale in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg gewann und nun ein seltenes Triple schaffte, geht zum Saisonende. Doch würde Union aus der Regionalliga absteigen, dann wäre es nicht der zweite Union-Pokalsieg nach 1994, der an ihm hängenbleiben würde, sondern der verpaßte Klassenerhalt. Drei Zähler braucht man noch.

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