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Spanien: Meineidvorwurf gegen Expolizeichef

Madrid. Die regierenden spanischen Sozialisten haben Expolizeichef Agustin Diaz de Mera vorgeworfen, im Prozeß um die Bombenanschläge auf Pendlerzüge in Madrid, bei denen 2003 191 Menschen getötet und mehr als 1800 verletzt wurden, einen Meineid geschworen zu haben. Er habe sich auf Anweisung der früheren konservativen Regierung eine Geschichte über einen geheimen Polizeibericht ausgedacht, in dem eine Verbindung zwischen der baskischen Separatistenorganisation ETA und den Anschlägen hergestellt worden sei, erklärte Parteisprecher Jose Blanco. Die PSOE und die Regierung sind der Ansicht, daß ein solcher Bericht nie existierte.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.04.2007, Seite 6, Ausland

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