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Royal fordert Stopp von Airbus-Sparplan

Paris. Die französische Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal hat einen völligen Stopp des Airbus-Sanierungsplans »Power8« gefordert. Im TV-Sender France 2 begründete die Sozialistin dies am Mittwoch mit der am Vortag bekanntgewordenen Millionenabfindung für den geschaßten Ko-chef des Airbus-Mutterkonzerns EADS, Noël Forgeard. Angesichts dieses »Skandals« müsse Airbus den gesamten Sparplan zurückziehen und klarmachen, ob es sich bei der geplanten Streichung von 10000 Stellen um pure »Börsenentlassungen« handele oder ob dahinter eine industrielle Strategie stehe, sagte Royal. Der Staat dürfe »nicht zulassen, daß gescheiterte Firmenchefs mit der Kasse weggehen, während die Beschäftigten für das zerbrochene Geschirr bezahlen«.

Der wegen der Airbus-Krise entlassene Forgeard hatte zum Abschied 8,5 Millionen Euro von seinem früheren Arbeitgeber erhalten, wie am Dienstag bekanntgeworden war. Forgeard hatte nach den Problemen mit der Verkabelung beim Super-Airbus A380 gehen müssen, die zu monatelangen Lieferverzögerungen führten. Sie hatten den Kurs der EADS-Aktie einbrechen lassen und dem Unternehmen Milliarden an Einnahmeverlusten und Entschädigungszahlungen eingetragen.


(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.04.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

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