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Aus: Ausgabe vom 12.04.2007, Seite 15 / 73

Tauwetterperiode

Der Klimawandel bedroht die Ureinwohner der Arktis. Als Vertreterin von rund 155 000 Inuit erklärte Sheila Watt-Cloutier in New York:. »Es dauert immer länger, bis sich im Herbst eine tragfähige Eisdecke bildet. Zudem tauen die Permafrostböden in einigen unserer Gebiete besonders stark. Dort, wo ich herkomme, im kanadischen Territorium Nunavut, mußten wir deshalb schon etliche vom Einsturz bedrohte Häuser umsetzen — und an Alaskas Küsten wurden mit dem aufgeweichten Boden schon ganze Häuser ins Meer gespült.« Viele indigene Jäger sind in den letzten Jahren ertrunken. Ganze Gemeinden, die seit Jahrtausenden an den arktischen Küsten gelebt hatten, mußten umziehen. Die von einigen Regierungen zugesagten Hilfsprogramme für gefährdete Gemeinden kommen laut Watt-Cloutier zu spät. Von den internationalen Finanzinstitutionen haben die Ureinwohner der Arktis nichts zu erwarten. »Deren Finanzhilfen gelten vorrangig den Entwicklungsländern«, erklärte Watt-Coutier. »Wir gehören jedoch zu Dänemark (Grönland), Kanada und den USA.« (IPS/jW)

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