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Doping: Vorbei (1)

Düsseldorf. Jan Ullrichs Antidoping-Verteidigungsstrategie ist endgültig zusammengebrochen. Die bei der »Operacion Puerto« von den spanischen Behörden sichergestellten und Jan Ullrich zugeordneten Blutkonserven mit den Kennzeichnungen »Jan«, »Nummer 1« oder »Rudis Sohn« stammen zweifelsfrei von dem ehemaligen deutschen Radsportstar. Dies haben die Vergleiche mit Ullrichs DNA-Probe ergeben, wie der Bonner Staatsanwalt Friedrich Apostel am Dienstag mitteilte. Der 33 Jahre alte Ex-T-Mobile-Kapitän und Toursieger von 1997 hatte bisher jede Verbindung zum spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes und jede Manipulation bestritten.

In der vergangenen Woche waren Beamte des LKA nach Spanien gereist, um Proben der Blutbeutel aus den Beständen des mutmaßlichen Dopingarztes abzuholen. Das LKA untersuchte das Blut aus neun verschiedenen Blutbeuteln des Bestandes und fand bei jeder Probe eine Übereinstimmung mit der DNA von Jan Ullrich. Ullrichs Anwälte hatten bis zuletzt versucht, die Herausgabe der Blutproben durch die spanischen Behörden zu verhindern. Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ullrich wegen Verdachts des Betruges zum Schaden seines früheren Arbeitgebers T-Mobile.


(ots/sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.04.2007, Seite 16, Sport

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