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Keine Verurteilung des Sudans wegen Darfur

Genf. Der UN-Menschenrechtsrat hat sich besorgt über die Lage in der sudanesischen Krisenregion Darfur gezeigt, die Regierung in Khartum aber nicht direkt für die dortige Gewalt verantwortlich gemacht. Dadurch wurde am Freitag ein Konsensentscheid möglich. Deutschland hatte bis zuletzt noch darauf bestanden, den Sudan zu verurteilen, lenkte dann aber ein. In der Resolution wurde allerdings explizit auf den jüngsten Bericht eines Expertengremiums verwiesen. Darin wird der Regierung in Khartum vorgeworfen, die Angriffe der arabischen Reitermiliz Dschandschawid auf die Zivilbevölkerung in Darfur zu fördern.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 31.03.2007, Seite 2, Ausland

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