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Bundesregierung will sich raushalten

Berlin. Die Bundesregierung plant zur Zeit keine Intervention beim Übernahmekampf um den spanischen Energieversorgers Endesa. Das erklärte Wirtschaftsstaatssekretär Joachim Wuermeling am Freitag in Berlin. Dies könne sich aber ändern, wenn der Eindruck entstehe, daß der spanische Staat »die Fairneß des Wettbewerbs« beeinträchtige. Der deutsche Energiekonzern E.on bietet derzeit 40 Euro pro Endesa-Aktie. Die beiden teilweise im Staatsbesitz befindlichen Endesa-Großaktionäre Enel (Italien) und Acciona (Spanien) haben inzwischen ein Gegenangebot von mindestens 41 Euro je Aktie angekündigt, über dessen Zulassung noch nicht entschieden ist.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 31.03.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

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