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Kommentar Castros in der Granma

Havanna. Erstmals seit seiner Operation vor acht Monaten hat der kubanische Staatschef Fidel Castro sich wieder mit einem Kommentar zu Wort gemeldet. In einem am Donnerstag vorab veröffentlichten Meinungsbeitrag für die Parteizeitung Granma warf Castro den Vereinigten Staaten vor, mehr als drei Millionen Menschen weltweit dem »frühzeitigen Tod« zu weihen, indem sie sich für Biobrennstoffe auf der Grundlage von Mais starkmachten. Die USA hätten ihre »zwielichtige Idee«, Lebensmittel in Treibstoff umzuwandeln, endgültig« als wirtschaftliche Linie ihrer Außenpolitik festgelegt. Dies sei eine »Tragödie«, denn heute wisse man mit Gewißheit, daß eine Tonne Mais nur 413 Liter Ethanol abwerfe. Alle Länder der Erde, »ob arm oder reich«, könnten Milliarden Dollar an Investitionen und Treibstoff sparen, »indem sie einfach die herkömmlichen Glühbirnen gegen Energiesparlampen austauschen, was Kuba in seinen Haushalten umgesetzt hat«, schrieb Castro weiter. Dadurch könne ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden, »ohne daß die armen Massen in der Welt an Hunger sterben«.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.03.2007, Seite 6, Ausland

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