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Marx bleibt

Die Drohung des Kunstsammlers Erich Marx, seine Sammlung aus dem Berliner Museum »Hamburger Bahnhof« abzuziehen, weil sie dort zuwenig gewürdigt würde, zeigt Wirkung. Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Klaus-Dieter Lehmann, hat sich pathetisch zur Sammlung Marx bekannt: »Wenn man den Hamburger Bahnhof betritt und sieht die großartige Skulptur von Anselm Kiefer, dann weiß man, das gehört dahin, und das ist Erich Marx. Das ist seine Sammlung.« Am Dienstag abend war Marx mit Lehmann und dem Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Peter-Klaus Schuster, zu einem »Krisengipfel« zusammengekommen. Lehmann geht davon aus, daß der Konflikt beigelegt ist und merkte an, Berlin fehle es »schmerzlich« an einer Kunsthalle für »junge Kunst«. Symbolpolitisch nicht faul, kündigte Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz am Mittwoch abend den Bau einer solchen an: »Das ist jetzt unsere Hausaufgabe als Berliner Kulturpolitiker«.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.03.2007, Seite 13, Feuilleton

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