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Eishockey: Fäustlinge

Hamburg. Böse Fouls, Rassismus und wilde Schlägereien: Kaum haben die Playoffs begonnen, spielt der Sport in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) nur noch eine Nebenrolle. Nach nur zwei Spieltagen im Playoff-Viertelfinale laufen bereits fünf Ermittlungsverfahren. Größter Aufreger: Hamburgs Marc Beaucage soll vor dem 0:4 am Sonntag gegen Düsseldorf den DEG-Verteidiger Jean-Luc Grand-Pierre als »Fucking Nigger« beschimpft haben. Der Ex-Düsseldorfer Beaucage bestritt dies: »Ich habe noch nie in meinem Leben mit Grand-Pierre gesprochen, und wenn, würde ich es auf Französisch tun.« Auch sonst war in Hamburg viel los: 149 Strafminuten verhängte Schiedsrichter Rick Looker in einer Partie, die insgesamt 2:53 Stunden dauerte, weil Looker 40 Minuten lang auf Video nachschauen mußte, ob er nicht aus Versehen ein Tor übersehen hat. Gleich mehrmals flogen die Fäuste in Massenschlägereien, kurz vor Schluß blieb Benoit Gratton nach Sam Browns Check der Bande regungslos liegen. Für Freezers-Coach Stewart war Looker schuld an der Eskalation: »Es fehlt eine Autoritätsperson auf dem Eis. Vielleicht muß es erst einen Toten geben, damit die Liga endlich aufwacht.« (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.03.2007, Seite 16, Sport

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