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17.03.2007
- → Kapital & Arbeit
Letzte Schlacht um das Briefmonopol
strasbourg. Nach Vorstellungender EU-Kommission soll Anfang 2009 der letzte noch geschützte Postdienst dem sogenannten freien Wettbewerb geöffnet werden – der Transport von Standardbriefen unter 50 Gramm. Gegen dieses Pläne stemmen sich mehrere EU-Staaten, allen voran Frankreich, Italien, Griechenland, Polen und Ungarn.
Widerstand formiert sich auch im Europaparlament, das in der Frage ein Mitentscheidungsrecht hat. So warnte der französische Sozialist Benoît Hamon vor derSchließung von 7500 Postämtern in Frankreich. Bei einem Wegfall des letzten Monopols müßten 60000 französische Postbedienstete, unter ihnen viele Briefträger, um ihre Jobs fürchten. Ähnlich argumentiert der SPD-Abgeordnete Willi Piecyk. »Auch Oma Hansen auf ihrer Hallig muß noch Post bekommen und Briefe aufgeben können –und zwar zu erträglichen Preisen!« Der Richtlinienentwurf der Kommission gewährleiste diesen sogenannten Universaldienst jedoch nicht.
(AFP/jW)
Widerstand formiert sich auch im Europaparlament, das in der Frage ein Mitentscheidungsrecht hat. So warnte der französische Sozialist Benoît Hamon vor derSchließung von 7500 Postämtern in Frankreich. Bei einem Wegfall des letzten Monopols müßten 60000 französische Postbedienstete, unter ihnen viele Briefträger, um ihre Jobs fürchten. Ähnlich argumentiert der SPD-Abgeordnete Willi Piecyk. »Auch Oma Hansen auf ihrer Hallig muß noch Post bekommen und Briefe aufgeben können –und zwar zu erträglichen Preisen!« Der Richtlinienentwurf der Kommission gewährleiste diesen sogenannten Universaldienst jedoch nicht.
(AFP/jW)
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