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Leiharbeiter schlechter dran

Berlin. Leiharbeiter fühlen sich nach einer Studie der IG Metall häufig als Beschäftigte zweiter Klasse. Sie bekommen geringeren Lohn, haben schlechtere Arbeitsbedingungen und weniger Mitspracherechte, berichtete die IG Metall am Montag in Berlin vorab aus ihrem »Sozialreport Leiharbeit«. Dieser soll am Mittwoch von Gewerkschaftschef Jürgen Peters vorgestellt werden. Dem Report zufolge wird die Zeitarbeit mittlerweile in vielen Unternehmen zum Dauerzustand. So liege im BMW-Werk Leipzig der Anteil der Leiharbeiter an der Belegschaft bei 30 Prozent. Der Betriebsrat von Infineon Dresden beklage, daß feste Stellen systematisch in Zeitarbeiterjobs umgewandelt würden.

Laut Gewerkschaft erhalten die Beschäftigten, die nach dem von der DGB-Tarifgemeinschaft mit den Zeitarbeitsunternehmen vereinbarten Tarifvertrag entlohnt werden, für die gleiche Arbeit bis zu 50 Prozent weniger Geld als nach dem Flächentarif der IG Metall. Auch bei Zulagen wie Urlaubsgeld oder der Betriebsrente stünden die Festangestellten in der Regel deutlich besser da. Viele Zeitarbeiter würden zudem auch am Wochenende eingesetzt, da sie weniger Zuschläge erhielten. Laut IG Metall beschäftigte die Zeitarbeitsbranche im vergangenen Jahr 600000 Menschen, 32 Prozent mehr als 2005.


(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.03.2007, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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