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Boxen: Kurzarbeit

Mannheim. Ray Austin? Schon vergessen. Nur 4:25 Minuten hielt sich Wladimir Klitschko am Samstag mit dem 36jährigen Herausforderer auf. Eine Serie von vier linken Haken beendete in der zweiten Runde das Match zwischen dem vielleicht weltbesten Schwergewichtler und einem dank der Schwäche der Konkurrenz und eines Systems von vier Weltverbänden zum Pflichtherausforderer aufgestiegenen Durchschnittsschläger aus Cleveland. »Ich habe diesen Gegner nicht ausgewählt«, sagte Klitschko: »Er war die Nummer eins der IBF.«

HBO-Kommentator Larry Merchant, dessen Sender den Kurzauftritt live in die USA übertrug, urteilte: »So etwas schadet dem Boxen. Es gibt zu viele Austins.« RTL kam in Deutschland mit 13,27 Millionen TV-Zuschauern in der Spitze und einem Marktanteil von 52 Prozent auf die beste Klitschko-Quote aller Zeiten. Aber das alles blieb viel Lärm um nichts. »Ich hoffe, es geht mit einem Vereinigungskampf weiter«, sagte Klitschko: »Ich möchte jetzt gegen Nikolai Walujew boxen.« Der russische 2,13-Meter-Riese muß am 14. April in Stuttgart seinen WBA-Titel gegen den Usbeken Ruslan Tschagajew verteidigen, ist aber »jederzeit bereit, gegen Wladimir anzutreten«.


(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.03.2007, Seite 16, Sport

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