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07.03.2007
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Belfast 2007. George Best statt IRA
»Da vorne, das ist ein protestantisches Viertel. Und dort, hinter der Mauer mitten auf der Straße, die Katholiken.« Lächelnd erzählt der Nordire Alan Hoy die Geschichte der berüchtigsten Stadtviertel Belfasts. Der Taxifahrer kutschiert mehr und mehr neugierige Besucher durch den Norden und Nordosten der Stadt und versucht ihnen nahezubringen, was die Menschen hier so schamhaft wie vage »troubles«, »die Unruhen«, nennen.Alan Hoy hat seine feste Tour. Er hält vor dem abbruchreifen ehemaligen Justizpalast in der Crumlin Road, das Gefängnis gegenüber hat schon lange keinen Häftling mehr der Freiheit beraubt. Nächste Sehenswürdigkeit sind die spektakulärsten Graffiti in der Protestantenhochburg Shankill, ein Labyrinth kleiner Backsteinhaussiedlungen. Und gleich darauf Ardoyle, einst Bastion der Irisch-Republikanischen Armee (IRA): Hier preisen die Graffiti den irischen Nationalismus.
Am heutig,en Mittwoch wählen die Nordiren ein neues Regionalparlament. Protestanten und Katholiken hatten nach dem Karfreitagsabkommen von 1998 eine gemeinsame Regierung gebildet. Sie wurde jedoch im Jahr 2002 aufgelöst. Seitdem steht die Provinz wieder unter Verwaltung Großbritanniens.
Die Taxi-Rundfahrt endet vor der höchsten Mauer, die nach wie vor die beiden Gemeinden entlang der Shankill Road voneinander trennt. In den vergangenen Monaten ist sie sogar noch höher und länger geworden. »Die Deutschen beneiden uns darum«, witzelt Hoy.
Tausende besuchen jedes Jahr die Viertel von Belfast, in denen einige der blutigsten Seiten des nordirischen Konflikts mit rund 35000 Toten zwischen 1969 und 1998 geschrieben wurden, schätzt Fiona Ure vom Tourismusbüro der Stadt. Der Tourismus könne helfen, die Viertel wieder voranzubringen und die Gemeinden miteinbeziehen. »Das hilft bei der Veränderung.« Die neueren Graffiti seien schon weniger politisch: Da werde die 2005 verstorbene nordirische Fußballlegende George Best gefeiert oder die »Titanic«, die einst in Belfast gebaut wurde.Brigitte Dusseau, Belfast (AFP)
Am heutig,en Mittwoch wählen die Nordiren ein neues Regionalparlament. Protestanten und Katholiken hatten nach dem Karfreitagsabkommen von 1998 eine gemeinsame Regierung gebildet. Sie wurde jedoch im Jahr 2002 aufgelöst. Seitdem steht die Provinz wieder unter Verwaltung Großbritanniens.
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Die Taxi-Rundfahrt endet vor der höchsten Mauer, die nach wie vor die beiden Gemeinden entlang der Shankill Road voneinander trennt. In den vergangenen Monaten ist sie sogar noch höher und länger geworden. »Die Deutschen beneiden uns darum«, witzelt Hoy.
Tausende besuchen jedes Jahr die Viertel von Belfast, in denen einige der blutigsten Seiten des nordirischen Konflikts mit rund 35000 Toten zwischen 1969 und 1998 geschrieben wurden, schätzt Fiona Ure vom Tourismusbüro der Stadt. Der Tourismus könne helfen, die Viertel wieder voranzubringen und die Gemeinden miteinbeziehen. »Das hilft bei der Veränderung.« Die neueren Graffiti seien schon weniger politisch: Da werde die 2005 verstorbene nordirische Fußballlegende George Best gefeiert oder die »Titanic«, die einst in Belfast gebaut wurde.Brigitte Dusseau, Belfast (AFP)
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