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Chemnitz. Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) hat mal wieder einen Stasi-Skandal. Nach Informationen des MDR hat DEU-Vizepräsident Johannes Wehr zugegeben, seit 1983 sechs Jahre lang als inoffizieller Mitarbeiter für den Staatssicherheitsdienst der DDR gearbeitet zu haben. »Es geht um ähnlich schwere Verfehlungen wie im Fall Ingo Steuer«, erklärte Martin Böttger, Leiter der Chemnitzer Birthler-Behörde und bestätigte die Existenz einer 300seitigen Akte. Nähere Auskünfte will die Behörde heute bei einer Pressekonferenz geben. Der 57 Jahre alte Wehr war erst im Sommer in das dreiköpfige DEU-Präsidium gewählt worden. Als einziger Eiskunstlauf-Experte dieses Trios ist der Präsident des Sächsischen Eis-Verbandes maßgeblich an der Organisation der Junioren-WM beteiligt, die in knapp zwei Wochen in Oberstdorf beginnen.

(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.02.2007, Seite 16, Sport

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