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Hintergrund: Contra el bloqueo

Das »Büro Buchmesse Havanna« ist ein Projekt des Netzwerk Cuba – Informationsbüro e.V. und wurde im September 2003 gegründet. Zuvor hatte die deutsche Bundesregierung eine bereits angenommene Einladung, Deutschland 2004 auf der 13.Buchmesse als Ehrengastland in Havanna zu präsentieren, abgesagt. Sie begründete ihre Entscheidung mit der angeblichen Verletzung von Menschenrechten in Kuba. Die Gründer des »Büros Buchmesse Havanna«, zu deren Sprecherkreis Reinhard Thiele (Cuba Sí), Dietmar Koschmieder (Geschäftsführer des Verlages 8. Mai) und Rolf-Manfred Hasse (Bibliothekswissenschaftler) gehören, wollten den Kulturboykott verhindern.

Mit Erfolg: An der 13. Buchmesse in Havanna beteiligten sich 35 deutsche und zwei Schweizer Verlage. Eine Delegation deutscher Kulturschaffender präsentierte ein vielfältiges Rahmenprogramm und trug so zur bis dato größten Beteiligung aus deutschsprachigen Ländern in der Geschichte der Buchmesse Havanna bei. Die anhaltende Verweigerungshaltung der Bundesregierung bewirkte die Weiterführung des Büros, dessen Aufruf zur 16. Buchmesse in diesem Jahr 54 Verlage gefolgt sind. Darunter befinden sich Papy Rossa, Ossietzky, Peter Hammer- und CommPress-Verlag, aber auch dtv, Rowohlt, Brockhaus, Westermann und Cornelsen. Diese Erfolgsgeschichte hat mit dazu beigetragen, daß die Bundesregierung ihren Boykott in diesem Jahr aufgehoben hat.
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Das »Büro Buchmesse Havanna« versteht sich als Dienstleister und Berater für Verlage, die an der Messe teilnehmen wollen. Es organisiert den Seetransport der Verlagssortimente und koordiniert alle Fragen im Zusammenhang mit der Präsentation der Aussteller auf der Messe und dem Rahmenprogramm. Die Arbeit des Büros erfolgt ausschließlich ehrenamtlich und wird durch (steuerlich absetzbare) Spenden finanziert. (wr)

buchmesse-havanna.de


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Erschienen in der Ausgabe vom 08.02.2007, Seite 3, Schwerpunkt

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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

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