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Vorwürfe gegen Chodorkowski

Moskau. Die russische Staatsanwaltschaft hat am Montag gegen den inhaftierten früheren Ölmagnaten Michail Chodorkowski neue Vorwürfe erhoben. Wie eine Anwältin des Inhaftierten laut einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur Interfax mitteilte, wird dem Geschäftsmann Geldwäsche vorgeworfen. Chodorkowski gilt als Gründer des vormals größten russischen Ölkonzerns Jukos. Er und sein ehemaliger Geschäftspartner Platon Lebedew waren im Mai 2005 bereits verurteilt worden. Chodorkowski verbüßt derzeit eine achtjährige Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung und Betrugs. Den Hauptanteil von Jukos hatte nach Zwangsversteigerung der Staatskonzern Rosneft erworben.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.02.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

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