Zum Inhalt der Seite

Gegendarstellung

In der »Jungen Welt« vom Donnerstag, d. 1.2.2007, gibt Ihre Redakteurin Claudia Wangerin unter der Überschrift »Das Festhalten an Grundrechten ist unpopulär« Äußerungen meiner Person zu einer möglichen vorzeitigen Haftentlassung ehemaliger RAF-Mitglieder wieder.

In der Einleitung des Berichtes behaupten Sie, hierzu ein Gespräch mit mir geführt zu haben. Auch die Form des Berichtes erweckt den Eindruck eines Interviews.

Hierzu stelle ich fest, daß ich kein Gespräch mit Ihrer Zeitung geführt habe. Es ist auch kein Interview-Wunsch Ihrerseits an mich herangetragen worden. Die Äußerungen sind vielmehr einer Pressekonferenz der Gewerkschaft ver.di vom 30.1.2007 entnommen. Hätte mich Ihre Zeitung um ein Interview gebeten, so hätte ich diese Bitte mit Rücksicht auf die Einschätzung Ihrer Zeitung in den letzten Verfassungsschutzberichten abgelehnt.

Köln, den 1.2.2007


Gerhart R. Baum



Am 30. Januar fand in München auf Einladung der Gewerkschaft ver.di ein Pressegespräch mit Herrn Baum statt, an dem die Journalistin Claudia Wangerin sowie ein Vertreter der VVN-BdA München und ein Vertreter der Gewerkschaft der Polizei teilnahmen. Dieser Hinweis fehlte bei der Veröffentlichung am 1. Februar. Dafür entschuldigen wir uns bei unseren Lesern und bei Bundesinnenminister a. D. Gerhart R. Baum.

(jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 02.02.2007, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!