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Aus: Ausgabe vom 02.02.2007, Seite 12 / Feuilleton

E-Musik

Der Ernst-von-Siemens-Musikpreis 2007 geht an den britischen Komponisten Brian Ferneyhough. Das teilte die gleichnamige Musikstiftung am Donnerstag in München mit. Die Auszeichnung ist mit 200000 Euro dotiert und wird als »Nobelpreis der Musik« bezeichnet. Ferneyhough, der an der kalifornischen Stanford-Universität lehrt, gilt als Leitfigur der sogenannten New Complexity. Nach Auffassung der Jury hat der 64jährige wie nur wenige andere Komponisten die Ansätze der Avantgarde in den 1950er und 1960er Jahren sowohl in musikalischer als auch theoretischer Hinsicht weitergetrieben. Allein die äußeren Aspekte seiner Musik seien »spektakulär«. So habe er die spiel- und notationstechnischen Gestaltungsmöglichkeiten stark ausgeweitet. Viele seiner Werke, etwa die Streichquartette, zählten zu den schwierigsten Stücken ihrer Gattung. Die Bayerische Akademie der Künste wird Ferneyhough die Auszeichnung am 3. Mai in den Münchner Kammerspielen überreichen.

(ddp/jW)

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