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05.01.2007
- → Feminismus
Mexiko: Kampf um Zugang zu Wasser
Mexiko-Stadt. In Mexiko kämpfen Mazahua-Frauen um freien Zugang zu Wasser. Im vergangenen Monat setzten Vertreterinnen des »Zapatistischen Frauenheers zur Verteidigung des Wassers« Teile der Trinkwasseranlage »Los Berros« im Bundesstaat Mexiko außer Betrieb und behinderten damit die Wasserversorgung von Mexiko-Stadt und Umgebung. Zur Zeit campieren 50 bis 70 Frauen vor der Trinkwasseraufbereitungsanlage in der Mazahua-Stadt Villa Victoria. Die Anlage gehört zum Cutzamala-Wassersystem, das die Hauptstadt und den benachbarten Bundesstaat Mexiko versorgt. »Wir haben die Regierung aufgefordert, unsere Häuser mit Wasseranschlüssen zu versehen und einen Armutsbekämpfungsplan zu entwickeln. Wir werden erst von hier weggehen, wenn unsere Forderungen erfüllt sind«, so die 27jährige Aktivistin Beatriz Flores. Die Mutter von drei Kindern muß jeden Tag zwei Kilometer laufen, um den täglichen Wasserbedarf der Familie zu decken.
Im Bundesstaat Mexiko leben rund 100000 Vertreter der Mazahua. Sie wohnen in 13 Gemeinden, die meisten davon befinden sich in ländlichen Gebieten. Neun Gemeinden sind völlig verarmt. Das Cutzamala-System, benannt nach dem im Nachbarbundesstaat entspringenden Fluß, entstand in den 80er Jahren. Obwohl es direkt an den Gemeinden vorbeiführt, haben die meisten Bewohner keinen Zugang dazu.
(ips/jW)
Im Bundesstaat Mexiko leben rund 100000 Vertreter der Mazahua. Sie wohnen in 13 Gemeinden, die meisten davon befinden sich in ländlichen Gebieten. Neun Gemeinden sind völlig verarmt. Das Cutzamala-System, benannt nach dem im Nachbarbundesstaat entspringenden Fluß, entstand in den 80er Jahren. Obwohl es direkt an den Gemeinden vorbeiführt, haben die meisten Bewohner keinen Zugang dazu.
(ips/jW)
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