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Gewerkschaften verlieren Mitglieder

Köln. Die deutschen Gewerkschaften verlieren zunehmend Mitglieder. War 1980 in Westdeutschland noch jeder dritte Beschäftigte gewerkschaftlich organisiert, ist es aktuell nur noch jeder fünfte, wie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) am Mittwoch unter Berufung auf die Allgemeine Bevölkerungsumfrage der So­zialwissenschaften (ALLBUS) bekanntgab. Den größten Schwund gibt es demnach beim Nachwuchs. Unter den Berufsanfängern bis 30 Jahre träten nur noch 15 Prozent in die Gewerkschaft ein – 1980 seien es noch 25 Prozent gewesen. Der Einfluß der Gewerkschaften hängt mit der Betriebsgröße zusammen. In Unternehmen mit 500 oder mehr Beschäftigten ist immerhin noch jeder dritte Mitarbeiter organisiert.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.12.2006, Seite 9, Kapital & Arbeit

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