Zum Inhalt der Seite

Kleiner Horrorladen

Dem Selbstverständnis nach richtet sich das MediumMagazin an »die Journalisten und die verantwortlichen Meinungsbildner und Multiplikatoren in den Redaktionen sowie in medienrelevanten Unternehmen und Institutionen«. Für diese Klientel hat man jetzt eine 45köpfige Jury die »Journalisten des Jahres« wählen lassen: Michael Ebert und Timm Klotzek, die beiden Chefredakteure von Neon, da sie mit ihrer anspruchslosen Zeitschrift für »anspruchsvollen Journalismus« stünden, der »Lust aufs Lesen« mache. Aus ähnlich dubiosen Gründen wurden 2004 Frank Schirrmacher (FAZ) und 2005 Alice Schwarzer (Emma) gekürt. Für 2006 wählte die Jury unter anderem Giovanni di Lorenzo (Zeit, »Chefredakteur des Jahres«), Nils Minkmar (SoFAZ, »Kulturjournalist des Jahres«, Hans Zippert (Welt, »Unterhaltungsjournalist des Jahres«).

(ots/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 19.12.2006, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!