Zum Inhalt der Seite

Alltag im Irak

Mehr als 20 Tote bei Anschlägen

Im Irak sind am Mittwoch bei Anschlägen erneut mehr als 20 Menschen getötet und 50 weitere verletzt worden. Allein zehn Tote waren nach Angaben des Innenministeriums bei der Explosion einer Autobombe in der Nähe einer schiitischen Moschee im Osten Bagdads zu beklagen. In dem Gebiet treffen sich allmorgendlich schiitische Tagelöhner, um Arbeit zu suchen. In der Ortschaft Hasna südlich von Bagdad wurden neun Mitglieder einer schiitischen Familie von Bewaffneten in ihrem Haus erschossen. In Bakuba nördlich der Hauptstadt wurde ein schiitischer Schrein zerstört, Menschen kamen dabei nicht zu Schaden. Unweit der nordirakischen Stadt Kirkuk sprengten sich zwei Selbstmordattentäter vor einem Militärstützpunkt in ihrem Fahrzeugen in die Luft. Vier Soldaten wurden getötet, zehn weitere verwundet.
Während ihres Einsatzes im Irak sind allein seit Anfang Dezember inzwischen mehr als 50 US-Soldaten ums Leben gekommen. Drei Marineinfanteristen seien ihren Verletzungen erlegen, die sie bei »feindlichen Aktionen« in der Provinz Anbar am Vortag erlitten hätten, meldete AFP am späten Dienstag abend unter Verweis auf eine Mitteilung der Besatzungstruppen. Seit dem Einmarsch im Irak im Frühjahr 2003 verlor die US-Armee inzwischen fast 3000 Soldaten.
US-Präsident George W. Bush und der irakische Vizepräsident Tarek Al Haschemi machten sich am Dienstag (Ortszeit/Foto) im Weißen Haus gegenseitig Mut und verkündeten: Es gibt keine andere Lösung als den Sieg.
Anzeige


(AFP/AP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 14.12.2006, Seite 3, Schwerpunkt

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!