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Indien: IT-Firmen mit schwarzen Listen

Kalkutta. Im indischen Bundesstaat Westbengalen haben sich Top-Manager von über 100 IT-Unternehmen getroffen, um Strategien gegen den Aufbau von Gewerkschaften zu vereinbaren. Dies berichtet der Branchendienst de.internet.com unter Berufung auf die Tageszeitung Kolkata News vom 9. November. Die Konferenz wurde den Angaben zufolge von der Handelskammer des Bundesstaates organisiert. Die Unternehmensvertreter hätten sich auf verschiedene Zwangsmaßnahmen geeinigt, um den Aufbau von Arbeitervertretungen zu unterdrücken. So wolle man gewerkschaftlich tätige Beschäftigte entlassen und in der gesamten Branche schwarze Listen mit den Namen von Aktivisten erstellen.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.11.2006, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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