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Letzte Lotto-Frist

Das Bundeskartellamt hat den Lottogesellschaften in Deutschland offenbar eine letzte Frist gesetzt, um ihre regional begrenzten Angebote bundesweit zu öffnen. Kartellamtschef Ulf Böge habe 14 der 16 Landes-Lottogesellschaften schriftlich aufgefordert, ihr Internetangebot spätestens bis kommenden Dienstag bundesweit zu öffnen, berichtete die Wirtschaftswoche am Freitag. Eine Gebietsaufteilung sei demnach kartellrechtswidrig und müsse sofort abgestellt werden. Bislang fragen die staatlichen Anbieter die Online-Kunden bei der Registrierung nach ihrem Wohnort und zwingen sie, allein bei der Lottogesellschaft des Bundeslandes zu tippen, in dem sie wohnen. Viele Kunden müssen deshalb erhebliche Preisnachteile hinnehmen. So sind die Internet-Bearbeitungsgebühren für einen Lottoschein in Rheinland-Pfalz bei gleichen Gewinnchancen derzeit etwa fünf Mal so hoch wie die in Bremen.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.11.2006, Seite 13, Feuilleton

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