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Cheney befürwortet Wasser-Folter

Washington. Knapp zwei Wochen vor den Kongreßwahlen in den USA hat Vizepräsident Richard Cheney mit einem Interview zu Foltertechniken für Empörung gesorgt. Angesichts der heftigen Reaktionen versuchten US-Präsident George W. Bush und das Weiße Haus am Wochenende, Cheneys Äußerungen zu relativieren. Der Vizestaatschef hatte am Dienstag gesagt, für ihn sei es eine Selbstverständlichkeit, Terrorverdächtige unter Wasser zu drücken, wenn dadurch Informationen über bevorstehende Anschläge gewonnen werden könnten. Bush betonte am Freitag, die USA folterten nicht und würden dies auch in Zukunft nicht tun.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.10.2006, Seite 6, Ausland

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