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Michael Schindhelm weigert sich als Chef der Berliner Opernstiftung beharrlich, bis 2009 insgesamt 16,8 Millionen Euro zu sparen. So will das der Berliner Senat. Schindhelm will deshalb, daß die Staatsoper Unter den Linden vom Bund übernommen wird. In der Süddeutschen vom Freitag hat er eine solche Übernahme in Opernmanier als »Erlösung« bezeichnet. Der Bund will die Staatsoper aber nicht so richtig. Und jetzt? In der ARD wurde am Donnerstag abend ein womöglich tragfähiger Kompromiß lanciert. »Unsere Bundeshauptstadt ist so pleite«, erklärte der Moderator Harald Schmidt, »heute Mittag hat man Putin gefragt, ob er nicht eine Hälfte von Berlin wieder haben will«.

(ddp/ots/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.10.2006, Seite 12, Feuilleton

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