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Frauenrechtlerin erschossen

Kabul. Die höchste Vertreterin des afghanischen Frauenministeriums in der Provinz Kandahar ist am Montag bei einem Anschlag getötet worden. Safia Ahmed-Dschan wurde vor ihrem Haus von zwei Männern auf einem Motorrad erschossen, wie ihre Behörde mitteilte. Sie war für ihr Eintreten für Frauenrechte bekannt und hatte Kandahar auch in den schlimmsten Kriegsjahren nicht verlassen. Die UN-Mission in Afghanistan äußerte sich »entsetzt über diesen sinnlosen Mord«.

In der benachbarten Provinz Paktika im Süden des Landes drangen am Sonntag abend etwa 20 Extremisten in das Haus eines regionalen Behördenvertreters ein und töteten ihn, wie die Provinzregierung mitteilte. In der Nähe der Stadt Chost kamen am Montag zwei potentielle Selbstmordattentäter ums Leben, als die Sprengladungen in ihrem Fahrzeug vorzeitig explodierten, wie die Polizei mitteilte.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.09.2006, Seite 1, Ausland

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