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28.08.2006
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FDP kritisiert Kongo-Einsatzchef
Hamburg. Der deutsche Befehlshaber der 2000 Mann starken EU-Truppe im Kongo, Generalleutnant Karlheinz Viereck, ist während der jüngsten schweren Unruhen in Kinshasa im Urlaub gewesen und deswegen in die Kritik geraten. FDP-Generalsekretär Dirk Niebel warf dem Kommandeur in der Bild am Sonntag mangelndes Verantwortungsbewußtsein vor. Viereck verteidigte hingegen seine Abwesenheit. Er sei zur Regelung privater Angelegenheiten vom 21. bis 23. August im Urlaub gewesen. Am 21. hatte die Leibgarde von Präsident Joseph Kabila das Haus seines Herausforderers Jean-Pierre Bemba in Kinshasa angegriffen, in dem sich der ehemalige Rebellenführer gerade mit Diplomaten traf, unter ihnen der deutsche Botschafter im Kongo. 150 UN-Soldaten hatten mit Waffengewalt eingegriffen und die Diplomaten in Sicherheit gebracht. (AP/jW)
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