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26.08.2006
- → Feuilleton
Madres auf Sendung
An jedem Donnerstag seit nunmehr 30 Jahren ziehen auf dem zentralen Platz in Buenos Aires, dem Plaza de Mayo, Frauen mit weißen Kopftüchern stumm ihre Kreise. So bewahren sie ihre Kinder davor, in Vergessenheit zu geraten, erinnern an die 30000 Argentinier, die während der Militärdiktatur verschwunden sind. Die meisten tauchten nie mehr auf. Fast alleTäter blieben unbestraft. Daß die »Madres de Plaza de Mayo« ihren Widerstandes gegen die alten und neuen Machthaber jetzt auch in Worte fassen, berichtet Silvina Maricel Drazer im aktellen funkfenster online, dem Internetmagazin der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen. Die »Madres« haben seit kurzem einen eigenen Radiosender in Buenos Aires. Das Programm ist noch 1 000 Kilometer weiter in Uruguay zu empfangen. Wegen Störaktionen der Behörden geben sie nicht klein bei. (jW)
- www. lfm-nrw.de/funkfenster
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