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Mitschneiden

Wer in dieser oder der vergangenen Woche einen Blick in die ABC-Waffen in faulheit & arbeit geworfen hat, hat’s vielleicht schon mitgeschnitten: Billy Childish (siehe auch jW vom 9.8.) kommt nach sechsjähriger Abwesenheit von deutschen Bühnen für zwei Auftritte nach Berlin. Am heutigen Samstag spielt er mit den Musicians of the British Empire im Festsaal Kreuzberg ordentlich verschrammelten Garagenpunk mit sanften Anklängen an den frühen Hendrix. Die jüngste Band des unermüdlichen Multitalents, die Buff Medways, sind damit schon wieder Geschichte. Mit Wolf Howard am Schlagzeug und Julie Hamper am Baß verabschieden sich die Musicians of the British Empire nicht nur von Graham Day, sondern auch von jeglicher musikalischen Expertise und lassen es krachen, wie’s ihnen in den Sinn kommt. Am Sonntag ist Billy Childish von 15 bis 18 Uhr in The Aquarium/Berlin-Kreuzberg. Ab 22 Uhr liest der Legastheniker und Autor Gedichte und spielt mit den Chat­ham Singers (Foto) im West-Germany Bluesstücke, die direkt aus dem schmutzigen Herzen Kents stammen und bei denen kein Rücken von Gänsehaut verschont bleibt. Man darf auch über Schönheit weinen. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.08.2006, Seite 13, Feuilleton

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