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Aus: Ausgabe vom 24.08.2006, Seite 15 / 73

Hochschultradition durch vier. Marx-Relief in Leipzig demontiert

Hochschultradition durch vier. Marx-Relief in Leipzig demontiert
Leipzig. Am Montag, 10.31 Uhr, begann vor dem Hauptgebäude der Universität Leipzig die Demontage des Reliefs »Aufbau« (sieben mal 14 Meter, 33 Tonnen). Am 6.Oktober 1974 war das Kunstwerk von der Kunst- und Glockengießerei Lauchhammer montiert worden, die es jetzt in vier Teile zerlegte. Es soll wieder aufgebaut werden. Wo, darüber streiten Stadt und Universität seit Monaten. Hochschulrektor Franz Häuser hat sich für die Rückseite des benachbarten Studentenclubs Moritzbastei ausgesprochen. Dieses Grundstück gehört der Stadt, und deren Kulturdezernent Georg Girardet findet die Rückseite des Clubs »nicht adäquat«. Etwas besser einsehbar müßte der Ort schon sein. Im gleichen Atemzug hat Girardet vorgeschlagen, das Relief in vier Einzelteilen aufzustellen. Die Künstler, meinte er, hätten ihr Entgegenkommen signalisiert. »Das ist natürlich großer Blödsinn«, sagt Klaus Schwabe, der das Relief in den 70ern mitgeschaffen hat. Ein Wiederaufbau in vier Teilen komme überhaupt nicht in Frage. »Da kann man es auch gleich einschmelzen.« Zunächst wird es jetzt auf dem Betriebshof der Uni zwischengelagert.

(ddp/jW)

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