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Aus: Ausgabe vom 15.08.2006, Seite 12 / Feuilleton

Frei raus

Günter Grass bekommt nach seinem Waffen-SS-Geständnis Rückendeckung von Historikern. Der Fall werde dem Image des Literaturnobelpreisträgers nicht schaden, sondern »eher zum besseren Verständnis der Vergangenheit beitragen«, sagte der Berliner Historiker Arnulf Baring der Berliner Morgenpost. »Nicht jeder, der in der NSDAP oder gar der Waffen-SS war, muß deshalb verbrecherische Ziele verfolgt haben.«

Der Jenaer Historiker Norbert Frei schlug sich im Deutschlandradio Kultur ebenfalls auf Grass’ Seite, da dessen Geständnis dem Geschichtsbild eine »weitere Nuance der Differenzierung« hinzufüge. Darüber hinaus hält Frei Grass’ Mitgliedschaft in der Waffen-SS für »keine große Sache« da der Schriftsteller schon früher zugegeben habe, daß er als Jugendlicher ein »glühender kleiner Nazi« gewesen sei.

(ddp/jW)

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