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Gedenken in Auschwitz

Foto: AP
Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma hatte den Verzug beim Bau des geplanten Denkmals für die Opfer des deutschen Faschismus in Berlin kritisiert. Die jüngsten Verzögerungen seien »völlig unverständlich«, erkärte der Vorsitzende des Zentralrats, Romani Rose, am Mittwoch anläßlich des internationalen Gedenktages im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Teilnehmer an einer Gedenkfeier dort warfen der Bundesregierung vor, die Arbeiten zu verschleppen. Das sei ein »Skandal«, zitierte die polnische Nachrichtenagentur PAP die Auschwitz-Überlebende Luise Bäcker. Sie sei jetzt 75 Jahre alt und würde gern persönlich an der Einweihung des Denkmals in Berlin teilnehmen. In Auschwitz waren am 2. August 1944 die letzten der in dem KZ festgehaltenen Sinti und Roma umgebracht worden. Insgesamt wurden in Europa rund 500000 Sinti und Roma Opfer des Massenmords.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.08.2006, Seite 2, Ausland

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