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Fleischverzicht

Vegetarier wird man am häufigsten aus Gründen des Tierschutzes. Das hat eine Befragung des Instituts für Psychologie der Uni Jena unter 115 Fleischabstinenzlern ergeben. In der deutschen Bevölkerung liegt der Anteil der mehrheitlich weiblichen Vegetarier bei rund acht Prozent. Die Moralisten unter den Abstinenzlern finden Fleischprodukte, Tierhaltung und -schlachtung schockierend, ekeln sich vor Fleisch und versuchen, Mitmenschen vom Fleischverzehr abzuhalten. Weniger Sendungsbewußtsein haben die aus gesundheitlichen Gründen Entschlossenen. Außerdem teilten die Jenaer mit, daß Vegetarier offener für neue Erfahrungen sind, aber nicht zufriedener oder gewissenhafter als Allesesser.

(ots/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.08.2006, Seite 15, Feuilleton

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