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Darwinismus

Elternliebe hängt von den Umweltressourcen ab. Das haben Biologen bei Vögeln wissenschaftlich nachweisen können. Wie die Forscher aus Frankreich, Großbritannien und der Schweiz in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society berichten, geben zwei beobachtete Zugvogelarten ihren schwächeren Jungen besonders viel zu essen, solange es Nahrung im Überfluß gibt. Wird das Futter knapp, bevorzugen die Elterntiere die stärksten ihrer Nachkommen. Damit wird ein wichtiger Grundsatz der Evolutionstheorie belegt: Arterhaltung ist Tieren im Zweifel wichtiger als das Überleben der Schwächeren. Für ihre Studie wählten die Forscher im französischen Toulouse, im schottischen Glasgow, im englischen Bristol und im schweizerischen Lausanne Alpensegler und Stare aus. Die Jungtiere dieser Zugvögel weisen eine besondere Haut auf, die UV-Strahlen je nach Gesundheitszustand reflektiert. An diesem Indikator orientieren sich die Eltern, um zu entscheiden, welchem ihrer Jungen sie zu essen geben – vorzugsweise den Schwächeren, außer eben bei Nahrungsmangel.

(AFP)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.08.2006, Seite 15, Feuilleton

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