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Jukos-Chef tritt zurück

Moskau. Wegen der offenbar bevorstehenden Zerschlagung des russischen Ölkonzerns Jukos hat Unternehmenschef Steven Theede seinen Rücktritt erklärt. Der Insolvenzverwalter habe ihm mitgeteilt, daß eine Umschuldung unmöglich und die Auflösung des Unternehmens die einzige noch mögliche Lösung sei, erklärte Theede am Donnerstag in einem Schreiben an den Jukos-Verwaltungsrat. Er könne daher »nichts mehr tun, was dem Unternehmen in irgendeiner Weise nützt«.
Jukos, früher Nummer eins der russischen Ölindustrie, war nach umfangreichen Ermittlungen Ende März einem Konkursverwalter unterstellt worden. Der Jukos-Gründer Michail Chodorkowski verbüßt derzeit unter anderem wegen Steuerhinterziehung eine achtjährige Haftstrafe. Theede hatte noch am Mittwoch eine schwere Schlappe hinnehmen müssen: Yukos hatte bis zuletzt erfolglos versucht, den Börsengang des russischen Ölkonzerns Rosneft vor Gericht zu verhindern. Rosneft hatte sich Ende 2004 das Jukos-Herzstück Juganskneftegas einverleibt. Jukos argumentiert, der Konkurrent habe die Fördertochter »gestohlen«.
(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.07.2006, Seite 9, Ausland

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