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50000 Demonstranten in Chicago: Stopp der Abschiebungen gefordert

Foto: AP
Chicago. Tausende Menschen haben am Mittwoch in den USA erneut für mehr Rechte von Einwanderern demonstriert. Die – nach Veranstalterangaben – 50 000 Teilnehmer der Protestaktion in Chicago riefen zu einem Abschiebestopp für illegal Eingewanderte auf und skandierten »Wir sind Amerikaner«. Die mexikanische Fahne (Foto) wurde ebenso gezeigt wie Transparente, auf denen insbesondere ein sofortiger Stopp jeglicher Abschiebung von Einwanderern gefordert wurde. Die Agentur AP vermerkte, daß die Aktion in Chicago friedlich verlief.
Weniger friedlich verhielten sich US-Grenzschützer am Mittwoch, als sie fast einhundert illegale Einwanderer aus Mexiko in einem Wüstengebiet Arizonas festnahmen. 13 der Verhafteten seien durch den langen Marsch in einem ausgetrockneten Flußbett bei Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius stark erschöpft und dehydriert gewesen. In den USA leben schätzungsweise elf Millionen Menschen ohne gültige Aufenthaltserlaubnis. Der Kongreß in Washington berät derzeit über ein neues Einwanderungsgesetz und ist in dieser Frage gespalten.
(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.07.2006, Seite 6, Ausland

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