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Prostituierte ­wehren sich gegen Razzien

Frankfurt/Main. Mit einem von der Frankfurter Prostituiertenorganisation Doña Carmen ini­tiierten »Aufruf gegen die Diskriminierung von Prostituierten und ihrer Kunden aus Anlaß der Fußball-WM 2006« haben 133 Frauen, die in Bordellen in Frankfurt am Main arbeiten, gegen ihre öffentliche Stigmatisierung im Zusammenhang mit der von der Bundesregierung und dem Deutschen Frauenrat getragenen Kampagne gegen Zwangsprostition protestiert. Die unterzeichnenden Frauen stammen aus 24 Nationen und sind laut Doña Carmen repräsentativ für die Belegschaft der Frankfurter Bordelle, in denen rund 1000 Prostituierte ihrem Job nachgehen. Die Resolution sei Ausdruck der Empörung der Frauen angesichts einer verschärften »Razzienpolitik, die die Frage der Prostitutionsmigration nicht löst, sondern die betroffenen Frauen nur traumatisiert und diskriminiert«, heißt es in einer Presseerklärung der Organisation vom Mittwoch. Doña Carmen hat den Aufruf an Oberbürgermeisterin Petra Roth und den Frankfurter Polizeipräsidenten mit der Aufforderung weitergeleitet, einen Runden Tisch zur Frage der Prostitutionsmigration einzurichten.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.07.2006, Seite 15, Inland

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