Zum Inhalt der Seite

Alte Schule

Die finnischen Lateinprofessoren Reijo Pitkäranta und Tuomo Pekkanen werden während der EU-Ratspräsidentschaft ihres Landes fast wöchentlich einen Newsletter ihrer Regierung in die Sprache der Antike übersetzen. Der erste Text auf der Internetseite eu2006.fi beginnt: »Accedit, quod usus linguae Latinae cultui humano Europaeo honorem habet et de radicibus societatis Europaeae usque ad antiquitatem classicam pertinetibus omnes commonefacit.« (Die Nutzung des Lateinischen ist eine Hommage an die europäische Zivilisation und erinnert an die Wurzeln der europäischen Gesellschaft, die bis in die Zeit der klassischen Antike zurückreicht.)

(AFP/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 03.07.2006, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!