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31.05.2006
- → Feuilleton
Ein Geburtstag
Heute wäre James Krüss achtzig Jahre alt geworden. Der Mann sprach Englisch, Spanisch, Holländisch, Serbokroatisch und produzierte 300 Bücher, Filme, Hörspiele, Theaterstücke, die immer noch die blöde Welt der Erwachsenen lustig auf den Kopf stellen. James Krüss war so charmant und fesselnd wie sein Mentor Erich Kästner, aber sprachlich viel irrer und schöner, also viel mehr kecker Rebell als netter Onkel. Erst lebte der Nachfahre von Hummerfischern auf Helgoland, dann auf Gran Canaria, wo er 1997 starb. Sein bekanntestes Werk ist »Timm Thaler«, die Geschichte über den Jungen, der sein Lachen verkaufte und es wiederhaben will (wovon sich Thomas Ohrner nie erholen sollte), sein schnuckligstes ist »Mein Urgroßvater und ich«, das nun als Hörbuch vorliegt. Gelesen mit einer der honigbärigsten Stimmen der BRD, der von Wiglaf Droste. (jW)
»Mein Urgroßvater, die Helden und ich« von James Krüss, gelesen von Wiglaf Droste, Hörbuch, 2 CDs (Kein & Aber)
»Mein Urgroßvater, die Helden und ich« von James Krüss, gelesen von Wiglaf Droste, Hörbuch, 2 CDs (Kein & Aber)
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