Zum Inhalt der Seite

Jugendkrawalle in Pariser Vororten

Montfermeil/Clichy-sous-Bois. Schwere Ausschreitungen in zwei Pariser Vororten haben in Frankreich die Furcht vor einem Wiederaufflammen der Jugendkrawalle aus dem vergangenen Herbst geweckt. Hundert vermummte und mit Baseballschlägern bewaffnete Jugendliche zogen am späten Montag abend in Montfermeil im Nordosten der Hauptstadt zum Wohnhaus des Bürgermeisters und bewarfen es mit Steinen. Später kam es auch zu Straßenschlachten in einem angrenzenden Viertel der Stadt Clichy-sous-Bois. Dort hatten die Krawalle im vergangenen Herbst nach dem Tod zweier Jugendlicher in einem Stromtransformator begonnen. Sieben Polizisten wurden in der Nacht zum Dienstag verletzt. In der 24000-Einwohner-Stadt Montfermeil im Département Seine-Saint-Denis wurden das Rathaus durch Molotow-Cocktails beschädigt sowie ein nahe-gelegenes Gebäude teilweise in Brand gesetzt.(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 31.05.2006, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!