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Mißtrauensvotum gegen Villepin

Paris. Nach knapp einem Jahr im Amt steht Frankreichs Premierminister Dominique de Villepin am heutigen Dienstag vor seinem dritten und heikelsten Mißtrauensvotum. Der konservative Regierungschef ist wegen der Clearstream-Affäre um den Rufmord an Politikern und Spitzenmanagern angeschlagen. Bei dem Mißtrauensvotum auf Antrag der Sozialisten werden Gegenstimmen aus der Regierungspartei UMP für möglich gehalten, nachdem UMP-Chef und Villepin-Rivale Nicolas Sarkozy als eines der Opfer der verleumderischen Anschuldigungen um Schwarzgeldkonten im Ausland gilt. Erstmals will der Chef der Zentrumsliberalen (UDF), François Bayrou, gegen die Regierung stimmen, die von der UDF seit 2002 im Wesentlichen mitgetragen wurde. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.05.2006, Seite 7, Ausland

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